Capra aegagrus f. hircus

Hausziege

Ziegen wurden vermutlich im Mittelmeerraum und in Vorderasien domestiziert und sind außer in extrem kalten Regionen weltweit verbreitet. Ähnlich wie Schafe waren sie und v.a. ihre Lämmer (Kitze) bevorzugte Opfertiere im Altertum.

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Verwilderte Hausziegen, die z.B. als Proviant auf Schiffen mitgeführt und auf angelaufenen Inseln verwildert sind, haben mitunter zu beträchtlichen Schäden in Flora und Fauna geführt. Teilweise wurden sie dann bewusst wieder ausgerottet, um eine Verwüstung (=Wüstenbildung) der Gebiete zu verhindern. In Australien jedoch gibt es noch eine große Zahl verwilderter Hausziegen. Heute werden sie zur Fleisch-, Milch-, Woll- (Angoraziege, Kaschmirziege) und Ledergewinnung, aber auch zur Landschaftspflege gehalten. Früher wurden sie auch als Zugtiere eingesetzt. Desweiteren werden Ziegen als „Beistelltiere“ für Pferde genutzt, um Aggression oder Depression bei diesen Herdentieren zu verhindern. Der Begriff „Sündenbock“ soll auf eine männliche Beistellziege zurückgehen, die nach Volksglauben die Krankheiten im Stall auf sich ziehen sollte. Die bekannteste und beliebteste afrikanische Rasse ist die Zwergziege, welche in vielen Einrichtungen als Streicheltier gehalten wird.

Die Westafrikanische Zwergziege ist eine sehr kleine gedrungene Ziege mit kurzen Beinen und dickem Bauch, kurzem breiten Kopf, aufrechtstehenden Ohren und gehörnt. Sie unterscheidet sich damit deutlich von der Ostafrikanischen Zwergziege, die eher langbeinig und schlank ist. Sie ist kurzhaarig und meist gescheckt. Sämtliche Farben sind vertreten.

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Ziege

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